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Geschichte der Dizese Innsbruck

Wachsen und Werden der Diözese Innsbruck

Der größte Teil des heutigen Gebietes der Diözese Innsbruck gehörte lange Zeit zur Diözese Brixen. Erst nach dem Ersten Weltkrieg im Jahr 1921 wurde eine „Apostolische Administratur Innsbruck-Feldkirch“ errichtet, die den österreichischen Teil der Diözese Brixen umfasste. Vier Jahre später erhielt der damalige Administrator und Weihbischof Dr. Sigismund Waitz alle Vollmachten eines Bischofs.

Von der Administratur zur Diözese
Am 15. Oktober 1938 schließlich wurde DDr. Paulus Rusch zum Apostolischen Administrator ernannt, nachdem Sigismund Waitz zum Erzbischof von Salzburg ernannt worden war. Während des Zweiten Weltkrieges ruhten die Bemühungen, in Tirol eine eigene Diözese einzurichten. Am 6. August 1964 schließlich wurde die bisherige Apostolische Administratur zur Diözese Innsbruck erhoben. Am 26. September desselben Jahres wurde Paulus Rusch zum ersten Bischof der Diözese Innsbruck ernannt.

Abtrennung Vorarlbergs
Zunächst umfasste das Diözesangebiet auch Vorarlberg, das erst am 8. Dezember 1968 als eigene Diözese Feldkirch errichtet wurde. Rusch leitete die Diözese bis zum Jahr 1980, wo er den Professor für Religionspädagogik Dr. Reinhold Stecher zu seinem Nachfolger weihte. In die Amtszeit von Bischof Stecher fiel der Besuch von Papst Johannes Paul II im Juni 1988 in Innsbruck. Auf große internationale Resonanz stieß die Beendigung des Kultes um das sog. „Sel. Anderle von Rinn“ im Jahre 1989. In den Jahren 1993 bis 1995 hielt Bischof Stecher ein Diözesanforum ab, in dem wichtige Weichenstellungen für die Seelsorge diskutiert und beschlossen wurden. Gegen Ende von Stechers Amtszeit wurden die beiden Tiroler NS-Opfer P. Jakob Gapp und Pfarrer Otto Neururer in Rom selig gesprochen.

Alois Kothgasser
Im Dezember 1996 reichte Bischof Stecher altersbedingt sein Rücktrittsgesuch ein. Ihm folgte am 10. Oktober 1997 der Salesianerpater Dr. Alois Kothgasser, der zuvor als Rektor der Theologischen Hochschule in Benediktbeuern (Bayern) tätig war. Unter Bischof Kothgasser wurde die neue Heilig-Geist-Kirche in Telfs errichtet, die er im Oktober 2002 einweihte. Einen Monat später konnte Bischof Kothgasser die neue Kirche in Innsbruck-Kranebitten einweihen. Ein deutliches Zeichen der Versöhnung setzte der Bischof mit einer Gedenkfeier am 20. Oktober 2002 für die zwischen 1684 und 1686 aus dem Defereggental vertriebenen Protestanten.
Am 23. November 2002 wurde Bischof Alois Kothgasser durch das Salzburger Domkapitel zum neuen Erzbischof von Salzburg gewählt und vom Papst ernannt.

Bischofslose Zeit
Für die Diözese Innsbruck folgte eine bischofslose Zeit, in der der bisherige Generalvikar Ernst Jäger als Diözesanadministrator die Geschicke der Diözese leitete.

Manfred Scheuer wird Bischof
Am 21. Oktober 2003 wurde schließlich Dr. Manfred Scheuer zum neuen Bischof der Diözese ernannt. Der gebürtige Oberösterreicher war unter anderem als Seelsorger in der Diözese Linz tätig und unterrichtete zuletzt Dogmatik an der Universität in Trier. Manfred Scheuer wurde am 14. Dezember 2003 im Innsbrucker Dom von seinem Vorgänger Alois Kothgasser zum neuen Bischof geweiht.